Die neuen Fachkräfte sind schon unter uns! Diversity schafft Zukunft!

Händeringend suchen Firmen in Deutschland, Teilen Europas nach kompetentem Nachwuchs! Er steht bereits IN der Tür und wird kaum wahrgenommen.

Junge Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, bringen viele wertvolle Kompetenzen mit, die von uns als Gesellschaft, in Firmen selten als Potenzial gesehen werden und deren sie sich selbst oft nicht bewusst sind. Was für ein Verlust!

Hier schafft die Mentorstiftung einen neuen Ansatz: endlich passiert Gespräch, Erkunden, Bereichern. Sie bringt Unternehmer, junge Leute mit Migrationshintergrund und deren Schulen zusammen – und alle drei Seiten profitieren davon. Als selbständige Unternehmer der Klein- und Mittelindustrie im Raum Bodensee treffen wir am „Inspirationstag“ einen Vormittag lang auf die Schüler. Vermittelt hat diese Möglichkeit der Verband Business Network International (BNI) auf Freiwilligenbasis.

Unternehmer und jugendliche Migranten bereichern sich gegenseitig

In einer Form von Speed-Dating unterhalten wir uns zu viert – zwei Unternehmer, zwei Schüler – eine halbe Stunde lang. Dann wird gewechselt, das Schülerpaar zieht weiter. Unsere Aufgabe als KMU: als Mentor von unserem beruflichen Werdegang erzählen mit seinen ups & downs, von unserem Hoffen, Ringen, Scheitern, Erfolge feiern… Wir fragen auch die Jugendlichen nach ihren Hintergründen, Hobbies und Berufswünschen. Was als Unterstützung für die Jugendlichen gedacht war, wird zur Bereicherung für uns selbst. Noch Tage habe ich darüber nachgedacht, erzählen die Unternehmer-Kollegen. Was hat uns so erfüllt? Wir sind auf junge Menschen, viele aus dem Nahen Osten, aus Ost-Europa, aus Südamerika gestoßen, die oft unfreiwillig oder ungefragt mit ihren Familien nach Deutschland gekommen sind oder kommen mussten. Und das in einer Lebensphase, der Pubertät, in der eh alles auf dem Kopf steht und nichts wichtiger sind als Peers und gute Freunde – überall auf der Welt. Und wir entdecken Jugendliche, die alle sehr freundlich und offen sind, dankbar für die Begegnung; viele sehr selbstbewusst mit klaren Vorstellungen ihrer Berufswünsche und großen Fragezeichen, wie sie jeh da hinkommen sollen…

Integration mit Vertrauen, Zielstrebigkeit und Leidenschaft

… die Sprache als handicap, bemerken viele. Sie werden nicht immer für voll genommen, weil sie nach 1-1,5 Jahren im Land noch nicht perfekt Deutsch sprechen… Wir hören näher hin und erfahren, welche Berufspraktika schon absolviert wurden oder Hobbies mit viel Selbstdisziplin und Engagement betrieben Talente zu Tage fördern. So nebenbei stellt sich heraus, dass die Jugendlichen 2, 3, 4 weitere Sprachen fließend beherrschen… Hier machen wir Mut, im Praktikum, potentiellen Arbeitgebern gegenüber selbstbewusst aufzutreten: wer 3-4 Sprachen beherrscht, wird auch Deutsch schnell lernen und noch so manches mehr…

Da packen ein Unternehmer und ein Schüler die Gelegenheit gleich beim Schopf: es ensteht die Vereinbarung für ein Praktikum im Sommer, ein Beispiel für uns alle.

Persönlich habe ich den Schülern zwei meiner selbst gemalten Visionsbilder mitgebracht: „eines konnte ich in meinem Leben schon verwirklichen, an dem anderen bin ich gerade dran!“ 🙂 erzähle ich den Jungendlichen und mache ihnen Mut, ihre eigenen Träume zu malen, ihnen ein Gesicht zu geben und mit Vertrauen, Zielstrebigkeit und Leidenschaft ihren Weg zu gehen. Übrigens, „mein Vater ist auch geflohen in den Kriegswirren, da war er selbst noch ein Kind!“ Integration kann gelingen, wenn beide Seiten sich öffnen! Plötzlich machen die Jugendlichen uns Mut: … über die Begegnung mit ihnen haben wir uns als Unternehmer-Kollegen gegenseitig auch auf neue, bereichernde Weise kennengelernt… menschlich sehr nah… gute Voraussetzung für vertrauensvolle Geschäfte – künftig, so hoffen wir, mit neuen Fachkräften und mehr Diversity.

Pressestimmen

Als internationale Unternehmerin für Business Network International (BNI) und Mentorenstiftung (Kurz-Video)

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