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Wettbewerbsvorteil = Verständigung zwischen Generationen

Wenn Generationen sich wieder verstehen lernen (Teil 2)

Dieser Beitrag knüpft an: Intergenerationale Verständigung: Verschiedene Generationen auf „Du & Du“ . Wenn Generationen sich wieder verstehen lernen (Teil 1)

Verständigung zwischen Generationen wird in Unternehmen und Schulen immer wichtiger. Ich unterstütze Sie dabei, dass Alt und Jung voneinander lernen und Zusammenarbeit gelingen kann. Das wird zum Wettbewerbsvorteil. Auch Alter ist eine Dimension von Diversity. Und wie jede andere Form von Diversity muss auch Altersdiversität gestaltet werden.

Für mehr siehe auch meine Angebote unter https://silke-weigang.com/schule

Kontaktieren Sie mich gerne unverbindlich für ein persönliches Gespräch!

Wie intergenerationale Verständigung trainiert werden kann

Intergenerationale Verständigung lässt sich nicht durch einen einmaligen Vortrag „lösen“. Sie ist eine Kompetenz, die erlebt, reflektiert und eingeübt werden muss.

Dafür eignen sich beispielsweise Workshops, moderierte Teamprozesse und individuelles Coaching, aber auch generationenübergreifendes Reverses Mentoring.

Intergenerationale Verständigung beginnt dort, wo wir aufhören, über Generationen zu stereotypisieren, und anfangen, mit Menschen zu sprechen.

1. Generationen sichtbar machen

Ein erster Schritt kann eine persönliche „Generationen-Landkarte“ sein.

Teilnehmende beantworten Fragen wie:

  • Welche technologischen Entwicklungen haben meine Jugend geprägt?
  • Was bedeutete für mich ein guter Arbeitsplatz?
  • Wie wurde in meiner Familie mit Autorität umgegangen?
  • Was habe ich über Leistung gelernt?
  • Wie kommuniziere ich, wenn es schwierig wird?
  • Was erwarte ich von jüngeren bzw. älteren Menschen?

Im anschließenden Austausch wird schnell sichtbar:

Wir sitzen zwar im selben Raum – aber wir bringen unterschiedliche innere Landkarten mit.

2. Perspektivwechsel trainieren

Eine besonders wirksame Übung ist der Perspektivwechsel.

Eine ältere Führungskraft übernimmt beispielsweise für einige Minuten die Perspektive eines Berufseinsteigers.

Ein junger Mitarbeiter argumentiert aus der Sicht einer erfahrenen Führungskraft.

Dabei geht es nicht darum, die jeweils andere Generation perfekt nachzuahmen. Es geht darum, die eigene Selbstverständlichkeit kurz zu verlassen.

Das kann überraschend viel bewegen.

3. Reverse Mentoring

Auch Reverse Mentoring bietet große Chancen.

Ein jüngerer Mitarbeiter kann beispielsweise eine erfahrene Führungskraft in digitalen Kommunikationswelten, Social Media oder neuen Arbeitsformen begleiten.

Umgekehrt vermittelt die erfahrene Person Wissen über Kunden, Unternehmensgeschichte, Verhandlungen oder Führung.

Damit wird Wissen nicht mehr hierarchisch verteilt:

Die Älteren wissen alles.

oder

Die Jüngeren wissen alles.

Sondern:

Jede Generation weiß etwas, das die andere braucht.

4. Generationen-Tandems in Schulen

Auch Schulen können gezielt mit Tandems arbeiten.

Eine erfahrene Lehrkraft und eine jüngere Lehrkraft planen gemeinsam eine Unterrichtseinheit. Danach reflektieren sie:

Was hat funktioniert?

Was hätte ich anders gemacht?

Was konnte ich von dir lernen?

Und vor allem:

Welche meiner bisherigen Annahmen musste ich korrigieren?

Auch Schülerinnen und Schüler können einbezogen werden. Beispielsweise indem sie Lehrkräften ihre digitale Lebenswelt erklären – während Lehrkräfte ihre Erfahrungen mit Recherche, Quellenbewertung oder langfristigem Lernen einbringen.

So entsteht keine einseitige Belehrung, sondern echter und bereichender Austausch.

Was Unternehmen jetzt gewinnen können

Intergenerationale Verständigung ist nicht nur eine Frage des guten Miteinanders.

Sie kann zu einem Wettbewerbsvorteil werden.

Wenn Unternehmen angesichts des Fachkräftemangels ältere und jüngere Mitarbeitende besser miteinander verbinden, entsteht etwas, das keine einzelne Generation allein leisten kann: kombiniertes Wissen.

Das ist besonders relevant, wenn erfahrene Beschäftigte ausscheiden.

Denn Wissen geht nicht automatisch verloren, wenn Menschen in Rente gehen. Es geht verloren, wenn Unternehmen keine Strukturen schaffen, in denen Wissen weitergegeben, hinterfragt und weiterentwickelt wird.

Deutschland steht vor einem erheblichen demografischen Wandel. Gleichzeitig arbeiten heute Menschen mit 20, 30, 40, 50 oder 60+ Jahren zusammen. Sie bringen unterschiedliche Erfahrungen mit – und damit enorme Ressourcen.

Generationenübergreifende Zusammenarbeit kann deshalb Bestandteil einer modernen Fachkräftestrategie sein.

Das knüpft unmittelbar an meinen Beitrag Die neuen Fachkräfte sind schon unter uns! Diversity der Gen Z schafft Zukunft! an:

Junge Menschen bringen Kompetenzen und Perspektiven mit, die Unternehmen häufig noch nicht ausreichend erkennen oder nutzen!

Diversity bedeutet dabei nicht nur Herkunft, Geschlecht oder kulturellen Hintergrund.

Auch Alter ist eine Dimension von Diversity.

Und wie jede andere Form von Diversity muss auch Altersdiversität gestaltet werden.

Meine Perspektive: Was ich aus zwei Welten mitbringe

In meiner Arbeit verbinde ich zwei Erfahrungen, die für intergenerationale Verständigung besonders wertvoll sind.

Seit Jahrzehnten begleite ich Erwachsene in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, in Führung, Veränderungsprozessen und komplexen Zusammenarbeit.

Gleichzeitig habe ich einige Jahre als angestellte Lehrerin mit Jugendlichen unterschiedlicher Schulformen gearbeitet und dabei intensiv erlebt, wie junge Menschen denken, lernen, kommunizieren, sich entwickeln – und wo sie mit der Erwachsenenwelt möglicherweise aneinandergeraten.

Diese beiden Perspektiven zusammenzubringen, empfinde ich als besonders spannend.

Denn Verständigung funktioniert für mich nicht nach dem Prinzip:

„Die Erwachsenen müssen die Jugendlichen verstehen.“

Und auch nicht:

„Die Jugendlichen müssen sich an die Erwachsenenwelt anpassen.“

Es geht um etwas anderes:

Beide Seiten können lernen, die Welt der anderen zu betreten, ohne ihre eigene zu verlassen.

Genau dort beginnt echte Zusammenarbeit.

Intergenerationale Verständigung braucht Räume

Menschen brauchen Räume, in denen Unterschiede sichtbar werden dürfen, ohne sofort bewertet zu werden.

In Unternehmen können das intergenerationale Workshops, Führungskräfte-Coachings, Teamprozesse oder Mentoring-Formate sein.

In Schulen können pädagogische Teams, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler gemeinsam an Kommunikations- und Perspektivwechselprozessen arbeiten.

Dabei geht es nicht darum, Generationen zu katalogisieren.

Es geht darum, Menschen wieder neugierig aufeinander zu machen.

Denn vielleicht ist die wichtigste Frage nicht:

„Zu welcher Generation gehörst du?“

Sondern:

„Welche Erfahrungen haben dich zu dem Menschen gemacht, mit dem ich heute zusammenarbeite?“

Von der Generationenfrage zur gemeinsamen Zukunft

Der demografische Wandel wird die Arbeitswelt in Deutschland in den kommenden Jahren weiter verändern. Gleichzeitig arbeiten bereits heute Millionen Menschen unterschiedlicher Altersgruppen miteinander.

Wir können deshalb nicht darauf warten, dass sich Generationen „von selbst“ besser verstehen.

Wir müssen Verständigung gestalten.

Unternehmen, die das tun, schaffen bessere Voraussetzungen für Wissenstransfer, Zusammenarbeit und Mitarbeiterbindung.

Schulen, die es tun, bereiten junge Menschen nicht nur auf Prüfungen vor, sondern auf eine Gesellschaft, in der sie mit Menschen unterschiedlichster Lebensalter und Erfahrungen zusammenarbeiten werden.

Und für den Einzelnen bedeutet intergenerationale Verständigung eine ganz persönliche Chance:

Die eigene Perspektive wird größer, wenn die Perspektive des anderen hinzukommt.

Genau darin liegt für mich der Kern von Leadership in Complexity:

Komplexität verschwindet nicht, wenn wir Unterschiede beseitigen.

Wir lernen, mit unterschiedlichen Perspektiven so umzugehen, dass daraus gemeinsame Handlungsfähigkeit entsteht.

Intergenerationale Verständigung ist deshalb keine Frage des Alters. Sie ist eine Frage der Beziehung, der Haltung und der Fähigkeit, wirklich zuzuhören.

Und genau diese Fähigkeit lässt sich entwickeln.

Intergenerationale Verständigung gezielt entwickeln

Sie möchten die Zusammenarbeit verschiedener Generationen in Ihrem Unternehmen, Ihrer Schule oder Ihrem Team verbessern?

Ich entwickle gemeinsam mit Ihnen passende Formate – von Workshops und moderierten Teamprozessen über Führungskräfte-Coaching bis hin zu intergenerationalen Entwicklungs- und Mentoringformaten.

Dabei geht es nicht um Patentrezepte für „die Jungen“ oder „die Älteren“.

Es geht um die konkrete Situation Ihrer Organisation:

Wo entsteht Unverständnis?
Welche Perspektiven fehlen?
Was könnte voneinander gelernt werden?
Und wie wird aus Unterschiedlichkeit echte Zusammenarbeit?

Denn ich entwickle nicht Menschen oder Organisationen – ich entwickle die Qualität ihrer Zusammenarbeit, indem ich sie als Sparringspartner auf Augenhöhe begleite und so zu ihrer Entfaltung beitrage.

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Beitrags-Bild oben und Business-Leute-Bild von Gerd Altmann, Telefon-Bild von Alexa (Alexas Fotos), Bild Schreibmaschine von Markus Winkler (alle auf Pixabay).

Intergenerationale Verständigung: Verschiedene Generationen auf „Du & Du“

Wenn Generationen sich wieder verstehen lernen (Teil 1)

Intergenerationale Verständigung wird zu einer der entscheidenden Fähigkeiten unserer Zeit. Denn noch nie haben so viele unterschiedliche Generationen gleichzeitig miteinander gelernt, gearbeitet und Verantwortung getragen. Und gleichzeitig scheint es manchmal, als würden sie in völlig unterschiedlichen Welten leben. Auch Alter ist eine Dimension von Diversity. Und wie jede andere Form von Diversity muss auch Altersdiversität gestaltet werden.

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Die einen sind mit Fax, Festnetztelefon und gedruckten Lexika aufgewachsen. Andere kennen eine Welt ohne Smartphone kaum noch. Für die einen bedeutet ein gutes Arbeitsleben Sicherheit, Verlässlichkeit und langfristige Zugehörigkeit. Für andere sind Flexibilität, Sinn, Selbstbestimmung und schnelle Entwicklung selbstverständlich.

Das Problem beginnt dort, wo aus diesen Unterschieden gegenseitiges Unverständnis wird.

„Die jungen Leute wollen sich nicht mehr festlegen.“

„Die Älteren verstehen die digitale Welt einfach nicht.“

„Früher war man noch belastbarer.“

„Heute muss alles sofort gehen.“

Solche Sätze kennen viele Unternehmen, Schulen und Organisationen. Sie klingen harmlos – und sind doch ein Warnsignal. Denn hinter ihnen stehen häufig nicht nur unterschiedliche Meinungen, sondern unterschiedliche Erfahrungen, Werte, Kommunikationsformen und Erwartungen.

Intergenerationale Verständigung bedeutet deshalb mehr als Toleranz. Sie bedeutet, die Perspektive der anderen Generation wirklich verstehen zu lernen – ohne die eigene aufzugeben.

Warum Generationen sich heute so schnell fremd werden

Generationskonflikte sind nichts Neues. Eltern und Kinder, junge und ältere Mitarbeitende oder unterschiedliche Lehrergenerationen haben sich auch früher nicht automatisch verstanden.

Neu ist jedoch die Geschwindigkeit, mit der sich Lebenswelten verändern.

Die klassischen Bezeichnungen „Babyboomer“, „Generation X“, „Generation Y“ oder „Generation Z“ beschreiben größere gesellschaftliche Kohorten. Sie dürfen allerdings nicht zu Schubladen werden. Nicht jeder Mensch einer Generation denkt gleich.

Trotzdem entstehen innerhalb weniger Jahre teilweise völlig neue Erfahrungsräume: durch Digitalisierung, soziale Medien, veränderte Arbeitswelten, neue Vorstellungen von Bildung, Familie und Lebensgestaltung.

Nicht unbedingt die Generation selbst wird schmaler – aber die Abstände zwischen prägenden Erfahrungswelten werden kürzer.

Wer seine Jugend noch ohne Internet erlebt hat, bringt andere Selbstverständlichkeiten mit als jemand, der von klein auf mit permanent verfügbarer Kommunikation aufgewachsen ist. Wer sein Berufsleben mit festen Hierarchien und klaren Karrierewegen begonnen hat, erlebt neue Vorstellungen von Arbeit möglicherweise anders als jemand, für den Flexibilität und Selbstbestimmung von Anfang an selbstverständlich waren.

Genau hier beginnt die Herausforderung intergenerationaler Verständigung.

In Unternehmen treffen unterschiedliche Arbeitswelten aufeinander

Besonders deutlich wird das in Unternehmen.

Deutschland steht vor einem erheblichen demografischen Wandel. Gleichzeitig arbeiten heute Menschen mit 20, 30, 40, 50 oder 60+ Jahren zusammen. Sie bringen unterschiedliche Erfahrungen mit – und damit enorme Ressourcen.

Ein älterer Mitarbeiter kennt vielleicht die Geschichte des Unternehmens, Kundenbeziehungen, informelle Entscheidungswege und Zusammenhänge, die in keinem Handbuch stehen.

Eine jüngere Kollegin bringt neue Perspektiven auf Arbeitsorganisation, Kommunikation oder Zusammenarbeit mit.

Das Problem entsteht, wenn diese Unterschiede nicht als Ergänzung, sondern als Bedrohung erlebt werden.

Ein Beispiel aus dem Unternehmensalltag

Ein erfahrener Projektleiter ist es gewohnt, wichtige Themen persönlich oder telefonisch zu klären. Eine jüngere Kollegin kommuniziert bevorzugt über digitale Kanäle und dokumentiert Entscheidungen konsequent.

Der Projektleiter empfindet ihre Kommunikation als unpersönlich.

Die Kollegin erlebt seinen Kommunikationsstil als ineffizient.

Beide haben gute Gründe für ihr Verhalten.

Aber keiner kennt die Logik des anderen.

Ein Workshop zur intergenerationalen Verständigung könnte genau hier ansetzen: Nicht „Wer macht es richtig?“, sondern:

Was steckt hinter unserem jeweiligen Verhalten?

Was bedeutet für mich Verbindlichkeit? Was bedeutet gute Zusammenarbeit? Wann empfinde ich Kommunikation als effizient – und wann als wertschätzend?

So wird aus einem Generationenkonflikt ein Lernfeld.

Auch Schulen sind Orte intergenerationaler Verständigung

Was für Unternehmen gilt, beginnt häufig schon viel früher: in Schulen.

Drei Generationen können unmittelbar aufeinander treffen

Häufig finden sich hier sogar drei unterschiedliche Generationen: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern. Zusätzlich unterscheiden sich auch innerhalb der Lehrer- und Elternschaft die Erfahrungen und das Alter teilweise erheblich. Selbst Schüler kommen aus völlig unterschiedlichen Kontexten (soziopolitisch und soziokulturell, z.B. durch Migration, Sprache), eine ErstklässlerIn und ein SchulabgängerIn können bereits sehr unterschiedliche Lebenswelten haben.

Eine Lehrkraft, die seit 25 Jahren unterrichtet, hat andere pädagogische Erfahrungen als eine Berufsanfängerin.

Die eine hat erlebt, wie sich Unterricht ohne digitale Medien organisieren ließ. Die andere bringt möglicherweise neue didaktische Konzepte und andere Vorstellungen von Lernen mit.

Daraus können Spannungen entstehen:

„Das haben wir schon immer so gemacht.“

trifft auf:

„Warum machen wir das eigentlich noch so?“

Und plötzlich geht es nicht mehr um eine konkrete Unterrichtsmethode. Es geht um Erfahrung, Anerkennung und die Frage:

Wessen Wissen zählt?

Ein Beispiel aus dem Schulalltag

Eine jüngere Lehrkraft möchte eine Unterrichtseinheit stärker selbstorganisiert gestalten. Eine erfahrene Kollegin warnt davor, weil sie aus ihrer Erfahrung weiß, dass manche Schülerinnen und Schüler mit zu viel Selbststeuerung überfordert sind.

Beide haben einen berechtigten Punkt.

Die jüngere Lehrkraft sieht Möglichkeiten, die die ältere vielleicht noch nicht ausprobiert hat.

Die erfahrene Lehrkraft kennt Situationen, die die jüngere noch nicht erlebt hat.

Intergenerationale Verständigung bedeutet hier, beide Wissensformen zusammenzubringen.

Nicht:

Alt gegen jung.

Sondern:

Erfahrung trifft Innovation.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Wenn die eigene Peer-Group zur Komfortzone wird

Ein weiterer Faktor wird häufig unterschätzt: Menschen bewegen sich zunehmend in ihren eigenen Peer-Groups.

Das gilt für Jugendliche genauso wie für Erwachsene.

Wir kommunizieren mit Menschen, die ähnliche Interessen haben, konsumieren ähnliche Medien und bewegen uns in ähnlichen sozialen Räumen. So entsteht leicht eine Art Parallelwelt.

Die andere Generation wird dann nicht mehr als Gruppe konkreter Menschen erlebt, sondern als Klischee.

Die Jugendlichen sind „die Generation TikTok“.

Die Älteren sind „die Digitalverweigerer“.

Die Mittleren sind „die, die zwischen allem aufgerieben werden“.

Solche Zuschreibungen vereinfachen die Welt – aber sie verhindern Verständigung.

Intergenerationale Verständigung beginnt deshalb dort, wo wir aufhören, über Generationen zu stereotypisieren, und anfangen, mit Menschen zu sprechen.

Was intergenerationale Verständigung konkret bedeutet

Intergenerationale Verständigung heißt nicht, dass alle gleich denken sollen.

Im Gegenteil.

Unterschiede sind wertvoll.

Sie werden nur dann zum Problem, wenn wir nicht mehr mit ihnen umgehen können.

Es geht um die Fähigkeit,

  • unterschiedliche Perspektiven auszuhalten,
  • Vorurteile über andere Generationen zu erkennen,
  • die eigenen Prägungen zu reflektieren,
  • verschiedene Kommunikationsstile zu verstehen,
  • Erfahrungen und Wissen auszutauschen,
  • Konflikte frühzeitig anzusprechen,
  • voneinander zu lernen,
  • und gemeinsame Ziele über Altersgrenzen hinweg zu entwickeln.

Das ist Persönlichkeitsentwicklung – und gleichzeitig Organisationsentwicklung.

Wie intergenerationale Verständigung trainiert werden kann

Intergenerationale Verständigung lässt sich nicht durch einen einmaligen Vortrag lösen. Sie ist eine Kompetenz, die erlebt, reflektiert und eingeübt werden muss. Dafür eignen sich beispielsweise Workshops, moderierte Teamprozesse und individuelles Coaching, aber auch generationenübergreifendes Reverses Mentoring.

Weitere Ausführungen siehe unter dem Folgebeitrag: Wettbewerbsvorteil = Verständigung zwischen Generationen . Wenn Generationen sich wieder verstehen lernen (Teil 2)

Für mehr siehe meine Angebote unter https://silke-weigang.com/schule .

Entdecke auch https://silke-weigang.com/die-neuen-fachkraefte-sind-schon-unter-uns-diversity-schafft-zukunft/ .

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Beitrags-Bild oben von Khanh Trinh (Pixabay)